HENGSTENBERG-ARBEIT HEUTE
Durch meine Zusammenarbeit seinerzeit mit Emmi
Pikler und seit 1985 mit Anna Tardos bei der Herausgabe der Schriften
aus dem Pikler-Institut in Budapest ist mir die Kenntnis der autonomen
Bewegungsentwicklung des Säuglings und Kleinkindes zur wichtigsten
Grundlage für die Hengstenberg-Arbeit auch mit älteren
Kindern und Erwachsenen geworden.
Seit 1996 entwickeln sich im Sinne Emmi Piklers und Elfriede
Hengstenbergs an verschiedenen Orten in Österreich, Spanien und
Deutschland "SpielRäume
für Bewegung und selbstständiges Entdecken", in denen Eltern
Gelegenheit haben, das Tun ihrer Säuglinge und Kleinkinder
beobachten zu lernen und dadurch deren Eigenaktivität zu entdecken
und zu respektieren. - Einige dieser SpielRäume sind bereits mit Hengstenberg-Geräten für ältere Kinder ausgestattet.
Ute Strub, D-12205 Berlin, Köhlerstr. 31
Tel.: 0049-30-811 22 62, e-mail: info@emmi-pikler-haus.de
ULI TRITSCHLER
Physiotherapeut und Heilpädagoge
Durch eine Schülerin von Elsa Gindler kam ich
1962 zum erstenmal mit der Gindler-Arbeit in Berührung. 1967 gab
mir ein Lichtbildervortrag von Elfriede Hengstenberg entscheidende
Impulse für meine kindertherapeutische Arbeit. Ein eigenes
Therapeutikum ermöglicht mir seit fast 30 Jahren durch das
Nachbauen und Weiterentwickeln der Hengstenberg-Geräte, ein
"Entdeckungsfeld" für Kinder zu bereiten, die wegen
vielfältigen Entwicklungsstörungen in meine Praxis kommen.
Seit meiner Begegnung mit Ute Strub 1993 leiten wir gemeinsam in St.
Johann und an anderen Orten mehrtägige Einführungs- und
Vertiefungsseminare. Geräte- und Materialienvielfalt
unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade bieten auch Erwachsenen ein
reichhaltiges Erfahrungsfeld, um wieder selbst in die sensomotorischen
Erlebniswelten der Kindheit einzutauchen. Das Bewusstwerden eigener
Erfahrungen ermöglicht ihnen, die Selbst- und Weltentdeckung der
Kinder feiner verstehen und wahrnehmen zu können.
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